Hunderecht

Das Hunderecht ist Teil des Tierrechts. Es bildet eines meiner weiteren Interessenfelder. Es kann zu unterschiedlichen Konfliktfeldern im Rahmen der Tierhaltung kommen. Es kann zu zivilrechtlichen Auseinandersetzungen kommen, wenn das Tier einen Schaden verursacht haben soll, denn grundsätzlich ist der Halter für den vom Tier einem Dritten zugefügten Schaden verantwortlich (vgl. § 834 BGB). Es kann zu verwaltungsrechtlichen Maßnahmen wie der Verhängung des Leinen- oder Maulkorbzwanges durch das Ordnungsamt kommen. Hiergegen kann im Verwaltungsverfahren mittels Widerspruchseinlegung vorgegangen werden. Die Auslegung und Einhaltung der Regeln des Tierschutzgesetzes kann problematisch sein. Im schlimmsten Fall kann auch eine strafrechtliche Verfolgung etwa wegen fahrlässiger Körperverletzung drohen, da das Verhalten des Hundes dem Halter unter Umständen zugerechnet werden kann. In Berlin existiert seit dem 29.09.2004 das Gesetz über das Halten und Führen von Hunden (HundeG Bln). Dort wird eine Reihe von Verhaltensregeln festgehalten, die beim Nichtbeachten zu einem Schadensersatzanspruch oder zur Verhängung eines Bußgeldes führen kann. So muss in Berlin eine Haftpflichtversicherung für den Hund abgeschlossen werden. Hunde dürfen nicht auf Kinderspielplätze mitgenommen werden. Außerdem besteht eine Anleinpflicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit Menschenansammlungen, Grünanlagen, Kleingartenkolonien und vielen weiteren Orten. Im HundeG Bln wird zudem eine Definition für gefährliche Hunde (sogenannte Kampfhunde) gegeben. Bestimmte Rassen und deren Kreuzungen wie Pit-Bull, American Staffordshire Terrier, Bullterrier usw. gelten laut Berliner Hundegesetz als gefährliche Hunde. Für gefährliche Hunde besteht u. a. eine Anzeigepflicht bei der Behörde sowie die Nachweisepflicht, einen Sachkundenachweis zu erbringen. Die sogenannten gefährlichen Hunde müssen an der Leine geführt werden und ab dem siebenten Lebensmonat einen Maulkorb tragen. Der Halter muss neben der Sachkunde auch über die notwendige Zuverlässigkeit verfügen. Diese Zuverlässigkeit entfällt nach Berliner Hundegesetz bei bestimmten strafrechtlichen Verurteilungen. Wegen der Verstöße gegen das HundeG Bln können Bußgelder bis zu zehntausend Euro angeordnet werden. Außerdem kann die Einziehung der Hunde angeordnet werden. Bei allen rechtlichen Konflikten rund um den Hund berate und vertrete ich Sie gern.

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